Methoden-Glossar

Begriffe verständlich erklärt

Dieses Glossar dient als Orientierungshilfe im Dschungel der therapeutischen und beratenden Fachbegriffe – und zeigt, wo die Grenzen zu medizinischen Behandlungen liegen.

Von Reinhard Egger, Systemischer Familientherapeut (DGSF) und Supervisor · Zuletzt aktualisiert: 23. August 2026

Meine therapeutische Heimat & Mentoren

Dr. Gunther Schmidt

Arzt und Psychotherapeut in Heidelberg, Begründer des hypnosystemischen Ansatzes. Bekannt auch für seine Selbstbeschreibung als „ethnologisch interessierter Realitätenkellner“ – jemand, der Sichtweisen anbietet, statt sie aufzudrängen. Bei ihm habe ich seit 2003 gelernt.

Peter Nemetschek

Pionier der systemischen Familientherapie in München, Entwickler des Mobile-Prinzips und des Münchner Lebensflussmodells. Mein Hauptausbilder von 1998 bis 2001.

Brigitte Lämmle

Meine zweite Hauptausbilderin von 1998 bis 2001, parallel zu Peter Nemetschek. Von ihr habe ich vor allem das empathische Arbeiten gelernt – auch unangenehme Wahrheiten so auszusprechen, dass sich das Gegenüber sicher und wertgeschätzt statt bloßgestellt fühlt.

Dr. Jochen Peichl

Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapeutische Medizin, langjähriger Oberarzt an der Klinik für Psychosomatik am Klinikum Nürnberg, heute als Ausbilder für Ego-State-Therapie in eigener Praxis tätig. Er hat das ursprünglich von John und Helen Watkins entwickelte, psychoanalytisch-hypnotherapeutische Modell um eine systemische Perspektive erweitert.

Systemische Beratung / Systemische Therapie

Stellen Sie sich ein Mobile vor: Zieht man an einem Element, bewegen sich alle anderen automatisch mit. Statt nach einem „Schuldigen“ oder „Kranken“ zu suchen, schauen wir allparteilich auf die Muster, Regeln und Kommunikationswege zwischen den Personen.

Humanistisches Menschenbild

Jeder Mensch ist von Natur aus wertvoll und besitzt das angeborene Bestreben, sich weiterzuentwickeln. Ich begegne Ihnen nicht als „allwissender Experte“, sondern mit Empathie, Echtheit und Wertschätzung.

Allparteilichkeit & Veränderungsneutralität

Allparteilich bedeutet, dass ich in einem Konflikt für jeden Beteiligten Partei ergreife – nur nicht gleichzeitig. Das ist etwas anderes als Neutralität, bei der man für niemanden Partei ergreift. Der Begriff entspricht dem Prinzip der multidirected partiality, das der Familientherapeut Ivan Boszormenyi-Nagy entwickelt hat. Veränderungsneutral bedeutet, dass ich Ihnen keine bestimmte Lösung vorgebe und auch eine bewusste Entscheidung gegen Veränderung respektiere. Dieses Prinzip ist das Fundament meiner Paartherapie.

Hypnosystemische Konzepte (nach Dr. Gunther Schmidt)

Probleme wirken oft wie unbewusste, festgefahrene Trancezustände. Wir nutzen gezielt innere Bilder, Aufmerksamkeitsfokusse und körperliche Signale, um diese Blockaden zu lockern.

Münchner Lebensflussmodell (nach Peter Nemetschek)

Die eigene Biografie und Familiengeschichte wird symbolisch als „Lebensfluss“ im Raum ausgelegt – Klienten können Meilensteine, Blockaden und Kraftquellen physisch abschreiten und neu bewerten.

Empathisches Arbeiten (gelernt von Brigitte Lämmle)

Empathisches Arbeiten bedeutet, dem Klienten auf Augenhöhe zu begegnen, Mitgefühl zu zeigen und auch unangenehme Wahrheiten so auszusprechen, dass sich das Gegenüber stets sicher und wertgeschätzt fühlt.

Spezifische Methoden & Ansätze

Ego-State-Therapie (nach Dr. Peichl)

Unsere Persönlichkeit besteht aus verschiedenen inneren Anteilen. Wir geben diesen Anteilen eine Stimme und lernen ihre ursprüngliche, oft gut gemeinte Absicht zu verstehen.

Aufstellungsarbeit (auch: Familienaufstellung, Systemaufstellung)

Eine Methode, um unbewusste Beziehungsmuster im Raum sichtbar und erlebbar zu machen – gelernt unter anderem bei Dr. Franz Ruppert, Peter Nemetschek, Gunther Schmidt, Fritz Simon und Gunthard Weber. Ich setze sie wertschätzend statt vorschreibend ein, auch für das, was jemand erlitten hat, und nur dann, wenn sie dem eigentlichen Ziel dient.

Ganzheitlicher Ansatz

Wir beziehen den denkenden Geist, die tiefen Emotionen und die unbewussten Muster gleichermaßen in den Prozess ein, statt nur ein einzelnes Symptom isoliert zu betrachten.

Veränderungsneutrale Entwicklungsbegleitung

Entwicklung geschieht nicht durch Zwang, sondern durch das Schaffen von Sicherheit und Raum. Ich begleite Sie wertfrei in Ihrem ganz eigenen Tempo.

Ressourcenorientierung

Statt uns ausschließlich auf das Problem zu konzentrieren, fragen wir gezielt: Was hat Ihnen in ähnlichen Situationen schon einmal geholfen?

Kurzzeit-Beratung & Kurzzeit-Therapie

Der systemische Ansatz ist als Kurzzeit-Methode konzipiert. Das Ziel ist „Hilfe zur Selbsthilfe“ – in der Regel reichen wenige Termine. Wie das konkret aussieht, zeigt die Seite Ablauf & Kosten.

Hypnotherapie

Die moderne, klinische Hypnotherapie nutzt die natürliche Fähigkeit des Gehirns, in einen Zustand fokussierter innerer Aufmerksamkeit zu gehen. Im Grunde befinden wir uns ständig in einer Art Alltagstrance – oft sogar in einer Problemtrance –, und die Arbeit besteht darin, immer wieder einen Weg in eine Lösungstrance zu finden.

Kommunikationsmodelle (z. B. Schulz von Thun)

Jede Nachricht enthält vier Botschaften: Sachinhalt, Selbstoffenbarung, Beziehung und Appell. Das nimmt Missverständnissen die Schärfe.

Gewaltfreie Kommunikation (GFK nach Marshall B. Rosenberg)

Vier klare Schritte: Beobachtung, eigenes Gefühl, dahinterliegendes Bedürfnis und eine konkrete, erfüllbare Bitte.

Ambiguitätstoleranz (nach Lothar Krappmann)

Die Fähigkeit, Widersprüchliches bei sich selbst und beim anderen auszuhalten, ohne es sofort auflösen zu müssen. Der Soziologe Lothar Krappmann zählt sie zu den Grundfähigkeiten gelingender Begegnung – für Paare oft die wichtigste. Ausführlich in meinem Fachbeitrag Nähe und Distanz.

Transaktionsanalyse (TA nach Eric Berne)

Wir kommunizieren stets aus einem von drei Ich-Zuständen: Eltern-Ich, Kind-Ich oder Erwachsenen-Ich. Die TA bringt uns zurück in das souveräne Handeln.

Genogrammarbeit

Eine grafische Landkarte Ihrer Familie über mehrere Generationen hinweg, die unbewusste Erblasten und Lebensmuster sichtbar macht. Ein zentrales Werkzeug in meiner Familientherapie.

Symptom als Lösungsversuch

Ein störendes Verhalten wird nicht zuerst danach befragt, wie man es abstellt, sondern welchen Zweck es bisher erfüllt hat. Gunther Schmidt spricht von kompetenten Lösungsversuchen, die allerdings einen Preis haben – und die Arbeit besteht darin, einen Weg zu finden, der weniger kostet. Ausführlich, mit Beispielen, im Fachbeitrag Systemische Haltung.

Wunderfrage

Eine Frage aus der lösungsorientierten Kurzzeittherapie (Insoo Kim Berg, Steve de Shazer): Angenommen, über Nacht geschieht ein Wunder und Ihr Anliegen ist gelöst – woran genau würden Sie es am nächsten Morgen zuerst merken? Die Frage lenkt den Blick von der Problembeschreibung auf konkrete, überprüfbare Anzeichen einer Veränderung. Ich nutze sie oft schon im Ersttelefonat.

Zirkuläres Fragen (auch: triadisches Fragen)

Eine der zentralen Fragetechniken der systemischen Therapie, geprägt von der Mailänder Gruppe um Mara Selvini Palazzoli und Gianfranco Cecchin. Statt jeden nach sich selbst zu fragen, wird über den anderen gefragt: „Was glauben Sie, was in Ihrem Mann vorgeht, wenn Sie im Streit lauter werden?“ Das führt sanft aus dem eigenen Tunnel heraus und macht Wechselwirkungen sichtbar, die aus der Innensicht keiner sieht: Er schweigt, weil sie laut wird – sie wird laut, weil er schweigt. Verwandt mit der Haltung der Neutralität und Neugier. Ich stelle solche Fragen im Paargespräch besonders dann, wenn beide nur noch beim Vorwurf angekommen sind.

Skalierungsfragen

Fragen aus der lösungsorientierten Kurzzeittherapie (Steve de Shazer, Insoo Kim Berg), die etwas schwer Fassbares in eine Zahl übersetzen: „Auf einer Skala von 1 bis 10 – wo stehen Sie heute?“ Der Wert selbst ist dabei zweitrangig. Aufschlussreich ist, was er sichtbar macht: den Verlauf seit der ersten Sitzung, den Unterschied zwischen zwei Partnern, die dieselbe Lage verschieden einschätzen – und vor allem den nächsten kleinen Schritt: Was müsste passieren, damit aus der 4 eine 5 wird? Ich nutze sie, um mit Paaren regelmäßig zu prüfen, ob unsere Gespräche etwas bringen.

Mobile-Prinzip (nach Peter Nemetschek)

Eine Familie lässt sich wie ein Mobile denken: Bewegt sich ein Teil, bewegen sich alle anderen mit, ohne dass jemand das entscheidet. Deshalb ist eine Veränderung bei einer einzelnen Person nie nur deren Sache – und deshalb kann eine kleine Bewegung an einer Stelle das ganze Gefüge entlasten. Mehr dazu auf der Seite Familientherapie.

Teilearbeit

Ein anderes Wort für die Arbeit mit inneren Anteilen (siehe Ego-State-Therapie). Statt „ich bin unentschlossen“ heißt es dann: Ein Teil in mir will bleiben, ein anderer will gehen. Beide bekommen nacheinander das Wort – meist zeigt sich, dass auch der störende Teil einmal eine schützende Aufgabe hatte.

Neutralität & Neugier

Neutral heißt in der Systemik: für keine Sichtweise und kein Ergebnis Partei ergreifen – etwas anderes als Allparteilichkeit. Gianfranco Cecchin hat 1987 vorgeschlagen, diese Haltung nicht als Gefühlsverzicht zu verstehen, sondern als Neugier: die Bereitschaft, immer wieder neue Erklärungen für dasselbe Geschehen zu bilden, statt an der ersten festzuhalten. Mehr dazu im Fachbeitrag Systemische Haltung.

Arbeitsbeziehung (Allianz)

Die tragfähige Verbindung zwischen Ihnen und mir: Vertrauen, ein geteiltes Ziel und das Gefühl, verstanden zu werden. Die Forschung zeigt einen deutlichen Zusammenhang zwischen dieser Beziehung und dem Ergebnis – bei Paaren zählt zusätzlich, dass beide Partner sie ähnlich gut erleben. Mehr dazu im Fachbeitrag zu Erfolgs- und Trennungsquoten.

Sexualität und Intimität in der Paartherapie

Zärtlichkeit und Sexualität gehören zu den häufigsten Themen im Paargespräch – und zu denen, über die am schwersten zu sprechen ist. Oft beginnt das Gespräch ganz woanders und findet erst über Umwege dorthin. In der Paartherapie bekommt das Thema einen geschützten Rahmen; niemand muss mehr aussprechen, als er möchte.

Bindungsstil & Bindungsforschung

Forschungsrichtung, die untersucht, wie frühe Beziehungserfahrungen prägen, was ein Mensch später an Nähe braucht und wie verlässlich ihm andere erscheinen. In der Paarberatung erklärt sie, warum zwei Menschen dasselbe Maß an Nähe völlig verschieden erleben. Ein Bindungsstil ist keine Diagnose und kein Urteil über einen Menschen – und er ist veränderbar.

Loyalitätskonflikt

Die Lage eines Menschen, der zwei Zugehörigkeiten gleichzeitig gerecht werden müsste und die eine nur auf Kosten der anderen wählen kann. Am häufigsten bei Kindern zwischen getrennten Eltern oder zwischen leiblichem Elternteil und Stiefelternteil. Wer darin steckt, wirkt oft unentschlossen oder widersprüchlich – tatsächlich schützt er beide Seiten.

Interaktionsmuster

Die wiederkehrende Abfolge, in der zwei Menschen aufeinander reagieren: Auf das eine folgt das andere, und beides hält sich gegenseitig in Gang. Wer angefangen hat, lässt sich meist nicht klären und hilft auch nicht weiter. Systemisch arbeiten heißt, diese Abfolge sichtbar zu machen und an einer Stelle etwas anderes zu tun. Dafür genügt oft, dass einer von beiden aussteigt.

Krisen, Trauma & Belastung

Traumasensibles Arbeiten (Mein Angebot)

Es findet keine Konfrontation mit alten Traumata statt. Mein Ansatz konzentriert sich strikt auf Stabilisierung im Hier und Jetzt und das Erlernen von Selbstregulation – mehr dazu auf der Seite Traumasensible Begleitung.

Traumatherapie (Klinischer Begriff)

Die Abgrenzung: Die medizinische Traumatherapie behandelt klinische Erkrankungen wie PTBS und darf nur von Ärzten, psychologischen Psychotherapeuten oder Heilpraktikern durchgeführt werden – das unterscheidet sich von meinem stabilisierenden, beratenden Angebot.

Krisenberatung & Krisenintervention

Schnelle, strukturierende Akuthilfe: emotionale Erste Hilfe, das Wiederherstellen von Handlungsfähigkeit und das Sortieren der nächsten Schritte.

Stabilisierung & Selbstregulation

Stabilisierung heißt: zuerst dafür sorgen, dass jemand im Hier und Jetzt sicher und handlungsfähig ist, bevor über Belastendes gesprochen wird. Selbstregulation ist die Fähigkeit, die eigene Anspannung wieder herunterzufahren – sie lässt sich üben. Beides ist die Grundlage meiner traumasensiblen Arbeit. Eine Konfrontation mit alten Traumata gehört ausdrücklich nicht dazu.

Nähe, Sexualität & Begehren

Responsive Lust

Nicht jede Lust taucht von selbst auf. Die kanadische Sexualmedizinerin Rosemary Basson hat ein Modell beschrieben, in dem Lust erst in der Situation entsteht – als Antwort auf Nähe, Zuwendung und stimmige Umstände. Wer keine spontane Lust mehr verspürt, hat deshalb nicht „keine Libido“. Ausführlich in meinem Fachbeitrag Keine körperliche Nähe mehr?

Differenzierung (nach Murray Bowen und David Schnarch)

Die Fähigkeit, in enger Verbindung zu bleiben und zugleich man selbst zu bleiben. Der Begriff stammt aus der Familientherapie Murray Bowens; David Schnarch hat ihn auf die Paarsexualität übertragen – reife Paarsexualität lebt demnach davon, sich zu zeigen, statt zu verschmelzen. Ausführlich in meinem Fachbeitrag Keine körperliche Nähe mehr?

Asexualität

Manche Menschen erleben sexuelle Anziehung grundsätzlich nicht oder kaum. In der Fachliteratur wird das als Orientierung beschrieben – nicht als Störung und nicht als Beziehungsschaden. Zu unterscheiden ist es von einer Unlust, die sich erst im Lauf einer Beziehung entwickelt hat. Ausführlich in meinem Fachbeitrag Keine körperliche Nähe mehr?

Richtlinienverfahren zur Abgrenzung (Was ich NICHT anbiete)

Verhaltenstherapie (VT)

Ein kassenfinanziertes Richtlinienverfahren. Das Ziel ist das aktive „Umlernen“ erlernter, fehlerhafter Verhaltens- und Denkmuster.

Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie

Ein kassenfinanziertes Richtlinienverfahren, das ungelöste, unbewusste Konflikte aus der Kindheit bearbeitet.

Psychoanalyse

Das klassische, oft jahrelange Verfahren nach Sigmund Freud, mit dem Ziel einer tiefgreifenden Strukturveränderung der Persönlichkeit.

Körpertherapie

Sammelbegriff für Methoden, die den Körper direkt in den psychischen Prozess einbeziehen. In meiner systemischen Praxis fließt das Wissen um körperliche Signale begleitend ein.

Psychosomatik

Die Abgrenzung: Ein eigenes, geschütztes Facharztgebiet. Die medizinische Diagnostik und Behandlung psychosomatischer Erkrankungen ist Fachärzten und psychologischen Psychotherapeuten vorbehalten – ich führe selbst keine medizinische Behandlung durch.

Mediation (und was ich stattdessen mache)

Ein eigenes Verfahren mit eigener Ausbildung: Zwei Konfliktparteien verhandeln mit einer allparteilichen dritten Person, das Ziel ist eine Vereinbarung, an die sich beide halten. Ich nutze Methoden aus der Mediation, wenn zwei Menschen etwas miteinander klären wollen – ausgebildeter Mediator bin ich nicht. Wo es um rechtlich verbindliche Regelungen geht, etwa bei Scheidungsfolgen, einem Erbe oder einem Vertrag, sage ich das offen und verweise an eine Rechtsanwältin.

Beruflicher Kontext & Institutionen

Supervision

Die professionelle Reflexion des eigenen beruflichen Handelns. Mein Fokus liegt auf krisenerprobter Supervision für Teams in Hochstressbereichen.

Coaching

Die zielgerichtete, lösungsorientierte Begleitung von gesunden Fach- und Führungskräften bei beruflichen Anliegen. Was das bei mir konkret umfasst, zeigt die Seite Coaching & Einzelberatung.

DGSF

Die Deutsche Gesellschaft für Systemische Therapie, Beratung und Familientherapie e.V. – der bundesweite Fachverband, der die Qualitätsstandards für meine Zusatzbezeichnung „(DGSF)“ setzt.

Sozialpsychiatrischer Dienst (SpDi)

Eine kostenfreie, behördliche oder karitative Beratungsstelle (meist Diakonie, Caritas, Landkreis) für Menschen mit chronischen psychischen Erkrankungen oder in akuten Lebenskrisen.

Insoweit erfahrene Kinderschutzfachkraft (IsoFak)

Eine Zusatzqualifikation nach § 8a SGB VIII. Sie befähigt dazu, das Gefährdungsrisiko für ein Kind fachlich fundiert einzuschätzen und Familien sowie andere Fachkräfte dabei zu beraten – unabhängig vom Jugendamt und mit voller Schweigepflicht.

Psychologischer Psychotherapeut / Psychiater

Die Abgrenzung: Ich behandle keine Krankheiten. Meine Praxis ist ein bürokratiefreies, schnelles und diskretes Angebot für Menschen in Lebens-, Beziehungs- und Berufskrisen ohne Krankheitswert – ohne monatelange Wartezeit.

Dreieckskontrakt

In der Supervision sitzen faktisch drei Parteien am Tisch: die Leitung, die beauftragt und bezahlt, das Team, das die Supervision nutzt, und ich. Der Dreieckskontrakt klärt vorab, wer welchen Auftrag stellt, wer welche Informationen zurückgemeldet bekommt und was vertraulich bleibt. Diese Klärung wirkt wie ein Umweg und erspart erfahrungsgemäß die meisten späteren Konflikte.

Auftragsklärung

Bevor gearbeitet wird, wird geklärt, worum es eigentlich gehen soll – und wessen Anliegen das ist. Oft bringt eine Person den Wunsch mit, jemand anderes möge sich ändern; ein solcher Auftrag ist nicht bearbeitbar. Aus dem, was alle Beteiligten mittragen können, entsteht ein Ziel, das realistisch erreichbar ist.

Familienhilfe

Ambulante Hilfe zur Erziehung: Familien werden über Monate oder Jahre zu Hause begleitet, beauftragt und finanziert vom Jugendamt. In diesem Feld habe ich über zwanzig Jahre gearbeitet. Aufsuchend arbeiten, mit dem auskommen, was da ist, und mit mehreren Beteiligten gleichzeitig im Kontakt bleiben – das prägt meine Arbeit in der Praxis bis heute. Mein Angebot hier ist private Beratung, keine Jugendhilfeleistung.

Setting

Der äußere Rahmen eines Gesprächs: wer teilnimmt, wie lange und wie oft man sich trifft, an welchem Ort und in wessen Auftrag. Der Rahmen entscheidet mit, was möglich ist – ein Einzelgespräch, ein Gespräch zu zweit und eine Teamsupervision folgen unterschiedlichen Regeln, auch wenn das Thema dasselbe ist.

Lieber persönlich erklärt als nachgelesen?

Ein Begriff beantwortet noch nicht die Frage, was in Ihrer Situation weiterhilft. Im kostenlosen Ersttelefonat klären wir das gemeinsam – unverbindlich, diskret und in verständlichen Worten.

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